Ein bisschen Laos

Von Chiang Mai in Thailand buche ich einen Bus nach Luang Prabang , Laos. Morgens um 10 Uhr werde ich vom Minibus im Hostel abgeholt, dann geht die anstrengende Fahrt los. Nach etlichen Stops an anderen Hotels und Hostels komme ich abends um 17 Uhr an einer Stadt an der Grenze an. Dort werde ich in einen anderen Bus verfrachtet der mich zur Grenze bringt, dort lass ich mich ausstempeln und warte daraufhin im Niemandsland auf einen weiteren Bus der mich zum Grenzposten von Laos bringt. Nach einer halben Stunde kommt er auch und die Fahrt dauert gerade mal 5 Minuten. Nachdem ich das Visum beantrage und endlich offiziell in Laos bin dauert auch wieder. Anschließend  heißt es wieder warten – bis ich von einem weiteren Bus zu einem nahegelegenen Busbahnhof gebracht werde. Dort geht es für mich das erste Mal in einen Sleepingbus. Bis der Bus dann endlich losfährt ist es bereits 10 Uhr abends. In der Mitte ist ein schmaler Gang und links und rechts sind jeweils zweistöckige Doppelbetten. Hier bekomme ich echt Platzangst, es stinkt abartig. Ich weiß nicht was mehr stinkt die Klimaanlage, die Stinkfrüchte die viele Einheimische dabei haben oder das take away Essen der Einheimischen, das abartig nach Fisch stinkt. Na dann Gute Nacht!


Schlafen kann ich nicht und morgens um 4 Uhr kommen wir endlich an dem Busbahnhof in der kleinen Stadt an. Dort sind ganze Schwärme von irgendwelchen überdimensionalen Insekten um die Straßenbeleuchtung sodass man das Licht kaum noch sieht. Mit 5 anderen Backpackers nehme ich ein überteuertes Tuck Tuck in die Stadtmitte. Hier siehts aus wie im Krieg. Wie ich am nächsten Tag erfahre hat hier wenige Stunden zuvor ein heftiger Sturm gewütet, Bäume versperren Straßen und einige der Strommasten liegen mitten auf den Kreuzungen. Dazu rennen noch etliche agressive Straßenhunde rum die einem echt Angst einjagen. Ich schließe mich einer Amerikanerin an die ein Zimmer reserviert hat. Nach ein paar Mal rufen und klopfen kommt auch jemand und öffnet uns die Tür. Da sie nur ein Doppelzimmer hat, nehmen wir halt das. Als ich um 10 Uhr aufwache schläft die Alte noch wie ein Stein, ich dusche kurz und zahle meinen Anteil und suche nach einer günstigeren Unterkunft. Nachdem ich den Tag mit essen und schlafen verbringe buche ich ein Busticket für den nächsten Morgen Richtung Norden. So kommt es vor, dass man sich mit Leuten, mit denen man nur 3 Sätze gewechselt hat und nicht mal den Namen weiß, ein Doppelbett teilt.
Später erfahre ich, dass ich hier den wahrscheinlich besten Wasserfall aller Zeiten verpasse aber nach all diesen Erlebnissen habe ich Laos jezt schon auf meiner „Einmal und nie wieder Liste“!
Die Fahrt nach Vang Vieng ist recht angenehm. Dort angekommen suche ich mir ein Hostel und bewundere die Landschaft, so habe ich mir Süd Ost Asien vorgestellt.
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Es gibt ein tolles Vegirestaurant und einen guten Inder. Sodass ich hier 6 Tage hängen bleibe. Untertags ist es eine Affenhitze und ich erkunde Höhlen und gehe oft joggen. Ein Tag klettern ist auch noch drin aber die vielen Moskitos und die Hitze machen es nicht gerade angenehm. Das kleine Dorf ist eine Party-Hochburg und ich habe ein paar richtig fertige Typen im Zimmer, die sich jeden Tag total aus dem Leben schießen. Von hier aus gehe ich direkt nach Vietnam und hoffe dass es dort normale Menschen gibt!

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