Nepal the never ending place of peace and love

Auf Nepal habe ich mich schon von Anfang an gefreut und ich habe sehr hohe Erwartungen an das Land der 8000er…
Enttäuscht wurde ich auf jeden Fall nicht, immer wenn ich an die Zeit zurück denke, lacht mein Herz. Die Landschaft, die Menschen und auch viele der anderen Trekker kommen mir sehr vertraut vor wenn ich nachmittags irgendwo ankomme und mein Zimmer beziehe fühle ich mich gleich wie Zuhause. Doch erstmal muss auch ich durch das Getümmel von Kathmandu – also fange ich am besten von vorne an.
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Im Flugzeug mache ich mir ein bisschen Sorgen. Ich habe nix gebucht und komme Abends um 10 Uhr in Kathmandu an. Klappt alles? Finde ich ein Hostel oder Hotel? Funktionieren die Geldautomaten? Was sage ich dem Taxifahrer wohin er mich fahren soll? usw… Als ich in Dubai das Flugzeug wechsle treffe ich eine kleine Gruppe von nepalesischen Geschäftsmänner. Ihre Englischkenntnisse sind nicht sehr gut und sie brauchen viel Teamarbeit um einen vollständigen Satz auf die Reihe zu bekommen. Als wir uns Kathmandu nähern, lädt mich einer zu sich nach Hause ein zum Abendessen am nächsten Tag. Wir tauschen unsere Nummern aus und er erklärt mir wie ich sein Zuhause finde. Ich speichere alles im Handy und freue mich auf den nächsten Tag.
Am Flughafen muss ich wie alle anderen Touris erstmal ein Visa beantragen. Das dauert alles ziemlich lange was aber im Endeffekt nichts macht, da das Gepäck auch nicht schneller ausgehändigt wird. Ich treffe einen Deutschen, der ein Mehrbettzimmer in einem Hotel reserviert hat. Wir teilen uns ein Taxi und ich hoffe, dass das Hotel noch ein Bett frei hat. Alles funktioniert prächtig und es gibt sogar ne Gratis Simkarte fürs Handy. Am nächsten Morgen gilt es ein Permit für den Trekk und noch ein paar andere Dinge zu besorgen: wie Landkarten oder wasserdichte Packsäcke für Schlafsack und Tablett.
Auch hier in Asien will es das Schicksal so, dass ich mal wieder ohne Handy unterwegs bin. Komischerweise ist es mal wieder spurlos verschwunden. Somit auch die Kontaktdaten zu meinem nepali Kollegen der mich zum Essen einlud. Ich schaue mich nach einem Neuen um doch selbst die älteren Modelle sind teurer wie in Deutschland. Also lass ich es und besorge mir vll eins nach dem Trekk.
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Dann geht es los mit dem Bus nach Besi Sahar von hier aus startet der Annapurnacircuit. Ich komme erst spät weg da ich noch Geld brauche und kein Geldautomat funktioniert also tausche ich Dollars in ner Bank um. Damit ich was in der Tasche habe. Dann geht es los. Für die nächsten 20 Tage werde ich mich nur mit meinen eigenen Füßen vortbewegen mit ca. 15 kg auf dem Rücken und dabei über 400km und 16.000 Höhenmeter bewältigen.
Die ersten paar Tage machen mir die Schultern zu schaffen wegen dem Rucksack. Manchmal kann ich abends kaum meine Arme bewegen. Nach 5 Tagen bemerke ich meinen Rucksack kaum noch und alles läuft super. Die Strecke ist ziemlich einfach es geht fast nie steil nach oben. Ich laufe mit 2 Franzosen die ganz cool drauf sind und auch recht zügig laufen. Viel los ist nicht, wir sehen oft Jeeps die Touris nach Chame fahren damit sie nicht den ganzen Weg laufen müssen. Was für Muschis.
Die Landschaft ist ganz nett was ich besonders finde sind die Einwohner die von Landwirschaft oder vom Handwerk leben wie vor 100 Jahren. Dabei aber ein Smartphone am Ohr und ein Bayerntrikot anhaben wenn sie mit den Ochsen ihre Felder pflügen oder von Hand Bretter aus großen Baumstämmen segen. Hier wächst das Gras einfach so als Unkraut am Wegesrand oder zwischen den Gemüsebeeten. Es ist speziell in Kathmandu krass, da ich alle 2 min. gefragt werde ob ich was zum Rauche brauche. Viele Touris nehmen das Angebot an. Im Hostel habe ich 3 Deutsche im Zimmer die den ganzen Tag nichts machen als zu planen, mit was sie sich abends aus dem Leben schießen. Was für Idioten zu dem braucht man Gewiss nicht nach Nepal fliegen – egal Jedem das Seine.

Als wir in Braga ankommen, was auf 3500m liegt treffen wir auf einen weiteren Franzosen der sehr fit scheint und wie ich einen 2-3 Tage Abstecher zum Tilicholake plant. Da meine anderen 2 Kollegen nicht so viel Zeit haben, müssen sie nach dem Akklimatisationstag auf 3600 Metern weiter Richtung Pass. Am Abend esse ich wie immer Dal Bath und trinke Honeylemonginger Tea. Eine Tages-Wanderung geht hoch zum Icelake der auf ca. 4600m liegt und ein beliebtes Ziel um sich zu akklimatisieren. Der fitte Franzose hat es zuvor versucht den See zu erreichen musste aber umdrehen da er keine Sonnenbrille hatte und der Schnee zu stark reflektiert hatte.
Am nächsten Morgen brechen wir zu zweit auf. Schon nach ner halben Stunde fängt mein Kollege an zu schwächeln beklagt sich über Seitenstechen und Kopfweh, dazu atmet er schon wie ein Walross. Ich würde ihn am liebsten zurücklassen. Da ich aber keine anderen Leute sehe, sag ich ihm er soll doch zurücklaufen, will er halt auch nicht. Mehr oder weniger ist er selber Schuld wenn man sich auf 3600 Metern mit Apfelbrand und einem Joint nach dem Anderen zudröhnt, hätte ich auch meine Probleme. Als wir auf den Hauptweg kommen auf dem Viele unterwegs sind lasse ich den Typ zurück und komme trotz der dünnen Luft gut vorran. Der See ist zugefroren aber Schnee hat es nicht arg viel. Die Aussicht ist der Hammer, man ist der Annapunarakette so nah – echt atemberaubend. Dazu noch die Yacks und die Gebetsfahnen absoluter mega Wahnsinn. Der Icelake ist mein Höhepunkt zumindest georgrafisch. Aber auch für mich persönlich ist es was ganz besonderes, ich freue mich dass ich keine Probleme mit der Höhe habe und es richtig kalt ist mit dem Wind und ich fast sämtliche Winterklamotten anhabe, denn somit habe ich den Scheiß wenigstens nicht umsonst hier hoch geschleppt. Am See entscheide ich mich mit einem Deutschen den ich dort treffe noch Freischnauze einen Bergkamm hochzugehen wenn es nicht zu gefährlich ist. Vom See sieht es nicht all zu steil aus. Wir kommen gut vorran und sehen von oben noch ein bisschen mehr. Zudem verschwinden noch die wenigen Wolken die davor manche Teile des Annapurnamasivs verdeckten. So ne Aussicht hat man selten. Auf dem Weg nach unten halte ich beim letzten guten Aussichtspunkt an und setze mich für ne Stunde hin umd versuche mir dieses Bild in mein Gehirn zu saugen. Alles andere scheint von hier oben so weit weg dass man richtig abschalten kann und ich vollkommen zufrieden bin.

Am nächsten Morgen tue ich mich mit einem Holländer zusammen den ich in meinem Guesthouse treffe. Wir tauschen beim Frühstück Informationen aus wie wir am besten zum Tilicholake kommen. Wir haben Gerüchte gehört, dass die Strecke gesperrt ist wegen Gerölllawinen. Unser Gastgeber telefoniert kurz dem Hüttenwirt vom Tilichobasecamp und meint es sei kein Problem die Strecke zu begehen. Eigentlich ist heute als Ruhetag geplant und wir wollen nur kurz nach Manang und evtl. ein bisschen weiter im Endeffekt wird es aber trotzdem ein ordentlicher Marsch. Zum ersten Mal schlafe ich auf 4000m Höhe ich bin relativ nervös. Ich war zwar gestern knapp 800m höher aber nur für ne Stunde und nicht ne ganze Nacht. Wie für alles im Leben hat die Pharmaindustrie auch ne Droge für die Höhenkrankheit entwickelt und Viele konsumieren sie dankend. So auch mein holländischer Kollege. Der bisher noch keine Probleme hatte im Gegensatz zu mir. Als ich das Erstemal auf 3000m geschlafen habe bin ich Nachts immer wieder aufgewacht und hatte Atemnot. Sehr unangenehm wenn man aufwacht und meint man erstickt gleich. Mit sowas habe ich gerechnet und auch gehört das soetwas vorkommt aber dass es schon bei 3000m der Fall ist hat mich erschrocken, da ich in den Alpen ja schon oft knapp 3000m geschlafen habe und das 3600m hohe Barrhorn bestiegen haben ohne wirklich was von Akklimatison zu wissen. Es sollte sich aber heraustellen da sich absolut keine Probleme haben werde.
Zum Tilicholake gilt es nun 1000m zu erklimmen und eine große Gröllhalde zu durchqueren. Bis zur Geröllhalde ist der Weg wie bisher gut zu begehen. Doch dann wird es das erstemal technisch und vorallem mental ein bisschen anstrengend. Was ich sehr genieße. Ich bin ja schließlich nicht auf nem Spaziergang sondern Trekke im höchsten Gebirge der Welt. Das Gefühl ist komisch, wenn man am steilen Hang mit jedem Schritt langsam nach unten im losem Schotter einsinkt und die Steine runterpurzeln sieht. Nach ein paar Metern gewöhnt man sich daran und es geht schneller vorran. Das Basecamp erreiche wir um 10 Uhr morgens und essen kurz ne Suppe, lassen unsere Rucksäcke zurück und beginnen den ca. 3h Aufstieg zum See. Die Meisten starten von hier umd brechen um 6.00 Uhr auf, da das Wetter und vor allem der Wind nach 12 Uhr rasant umschlägt. Daher will ich den 3h Aufstieg in 2 Stunden schaffen um nicht in einen Sturm zu geraten. Es geht wieder über Geröllhalden und die Landschaft ist endlich Hochalpin. Keine Büsche oder Bäume. Nur Geröll, Fels, Eis und Schnee. Ich fühle mich fit und gebe das Tempo an, da der Holländer aber nicht ganz mithalten kann, lasse ich ihn vorran gehen. Manche Trekker kommen uns auf ihrem Abstieg entgegen, was mich ein bisschen nervös macht. Als es so aussieht als ob man oben ist kommen wir in eine andere Welt aus nur noch Eis und Gletschern. Das Schild das 30min bis zum See angibt motiviert meinen Kollegen nicht sehr da er ziemlich fertig ist und nur meint er fühlt sich wie wenn man besoffen von ner Party nach Hause läuft. Wieder ärgert es mich nicht alleine zu sein und ich mache mir sorgen um den Typ der rumtorkelt. Über den Schnee gehe ich zügig zum See und lasse meinen Kollegen ein bissche hinter mir aber immer noch in Sichtweite. Die Spuren der anderen Trekker sind gut zu sehn aber wenn das Wetter umschlägt will ich nicht ohne Kompass oder GPS hier oben auf knapp 5000m zwischen Gletschern und Geröll und Lawinenhängen umherirren. Es ist ziemlich kalt und auch windig doch lang nicht so schlimm wie erwartet. Am See angekommen machen wir ein paar Bilder und essen einen Brownie dem Holländer geht es hier wieder erstaunlich gut. Gott/Budda sei dank. Der Schnee reflektiert krass und ich kann auf dem Display meiner Kammera nichts erkennen außerdem sind meine Finger ziemlich eingefroren sodass ich nicht die idealen Einstellungen finde. Der Anblick ist gewaltig: Gletscher gehen direkt in den zugefroren See – echt atemberaubend. Man fühlt sich extrem klein und ist wieder nur im hier und jezt und denkt über nichts anderes nach. Das liebe ich an der Tour. Alles scheint so friedlich aber das kann täuschen, nicht weit von uns weg geht eine kleine Lawine runter was ich ins Geheim gehofft habe so etwas zu sehen auf meinem Trekk. Der Abstieg ist wieder einfach. Ich laufe wieder vor da Marcel, ja der Holländer hat auch einen Namen,  der jetzt ein bisschen Probleme mit den Knien hat. Jezt bin ich das Erstemal froh das ich den Typ dabei habe, er warnt mich vor einem etwa handballgroßem Stein der den Geröllhang runterkommt. Ohne die Warnung wäre ich vielleicht direkt in die Bahn gelaufen. Es war ein toller Tag und ich bin froh das alles gut gegangen ist auch wenn ein bisschen mehr Action schön gewesen wäre jedoch respektiere ich diese Höhe und vor allem Gletscher und vereiste Wege sehr, da ich definitiv nicht vom offiziellen Weg abweichen will auch wenn ich gerne die Eisfläche betreten hätte. Aber hier oben rennen schon genug Idioten rum die keine Ahnung haben, von dem her brauche ich nicht auch noch an meine Grenzen gehen.

Am nächsten Tag geht es wieder zurück nach Manang um den wohlverdienten Ruhetag einzulegen, es tut mal wieder gut nur zu faulenzen. Ich lese zur Begleitung Into thin Air von Jon Krakauer über das Eversest Disaster von 1996, sehr interessant und die Umgebung passt ja auch.
Als wir von Manang aufbrechen bei wie bisher immer herrlichem Wetter, planen wir die Mittagspause auf halber Strecke. Als wir um 12 Uhr immer noch nicht das Dorf erreicht haben, kommen uns Zweifel aber zum Glück kann man sich hier so gut wie nicht verlaufen, da es nur einen Weg gibt. Kurz vor 1 Uhr kommen wir dann hungrig an und bemerken, dass wir bereits in Throng Phedi auf 4500m sind was unser Tages Ziel ist. Auch gut dann kann man sich die Kraft für morgen den Finalen push sparen. Spätestens hier merkt man wer seinem Körper genug Zeit zur Akklimatison gegeben hat. Viele sehen echt elend aus und haben sicher keinen Spaß morgen nochmal 1000 m nach oben zu gehn. Wir planen um 6 Uhr los zu laufen und mein Plan ist spätestens in Muktinath auf der anderen Seite des Passes alleine weiter zu gehn, da ich mich wieder freier bewegen will und nicht Rücksicht nehmen will um auf andere zu warten. Wir verspäten uns ein bisschen und verlassen Throng Phedi als letztes und ich bin gespannt wie es meinem Kollegen ergehen wird. Ich bin total auf Adrenalin und kanns kaum erwarten den Hügel hochzurennen, anderseits bin ich schon traurig dass es danach nur noch runter geht. Und meine Zeit hier langsam zu Ende geht. Ich laufe zügig los da ich leichtsinnigerweise den Anderen, die schon um 4 Uhr gestartet sind, gesagt habe dass ich sie gut ausgeschlafen spätestens auf der Passhöhe einhole. Für den Aufstieg werden 4 bis 5 Stunden angegeben und auf dem Höhenprofil sieht der Weg extrem steil aus also denke ich mir solange der Weg nicht ganz so steil ist gebe ich ordentlich Gas um Strecke gut zu machen. Noch ein letztes Mal will ich die dünne Luft spüren und schauen wie weit ich gehen kann. Marcel hält erstaunlicherweise mit und sagt auch er fühlt sich super. Als wir nach einer guten Stunde schon die Ersten eingeholt haben bemerke ich erst wie fit ich eigentlich geworden bin. Wir treffen ettliche die nach 3 oder 4 Schritten eine Pause brauchen. Als wir die Ersten überholen legt Marcel noch einen Zahn zu und geht vorran aber schon nach kurzer Zeit geht ihm die Puste aus und er bemerkt dass er sich ein bisschen übernommen hat. Ich denke mir dass da seine Wundertabletten aufgehört haben zu wirken. Zum Pass ist es aber nicht mehr weit und in nur 2 Stunden und 10 Minuten sind wir vor den Anderen oben die über 2 Stunden vor uns losgelaufen sind. Oben genieße ich die Aussicht und mache ein paar Bilder mit den vielen Gebetsfahnen die von Touris angebracht worden sind. Jeder Depp meint hier so ne Fahne anzubinden. Ich sehe das hier eher schon als Umweltverschmutzung. Es ist schön hier oben doch es ist sicher nicht mein Highlight des Trekks. Des weiteren habe ich mir es höher und härter vorgestellt, aber es war zu einfach mit den guten Wetterverhältnissen.

Der Abstieg macht Spaß! Tolle Trails gehen nach unten die ich schnell runter renne einfach herrlich. Ein weiteres Highlight sind die neuen Berge die wir nun in der Ferne sehen. Was mich besonders beeindruckt, ist der blaue Himmel so starke Farbtöne von nem Blau sowas habe ich noch nie zuvor am Himmel gesehen.
In Muktinat sind wir schon früh aber ich entscheide mich trotzdem hier zu bleiben. Ich finde ne coole Unterkunft und genieße das gute Wlan. Ausnahmsweise esse ich hier auch mal wieder ne Pizza die erstaunlich gut ist. Sonst gibt es eigentlich täglich Dal Bath das Nationalgericht der Nepalis. Es ist ne Linsensuppe mit Reis dazu gibt es je nach dem Gemüsecurry, Hänchen, Papadan, eingelegtes Gemüse, Spinat…. Gegessen wird das natürlich mit den Händen was ich super finde aber nur die Nepalis machen. Dal Bath ist eigentlich immer „all you can eat“ man bekommt immer Nachschläge so lange bis man satt ist.
Am nächsten Morgen breche ich seit langem mal wieder alleine auf und genieße die Zeit. Ich laufe ziemlich langsam da ich die Strapatzen des Aufstiegs jezt doch in den Beinen spüre. Der anstrengende Part liegt angäblich hinter mir. Doch auch der Abstieg ist nicht ohne, es geht durch lange windige und flache Täler sodass man hier einige km läuft. Gleich am Anfang nehme ich den falschen Weg und komme in ein wunderschönes Dorf das noch sehr urspünglich aussieht. In Jomson gibt es endlich einen Geldautomaten den ich dringend benötige.

Ab hier heißt es für mich soweit wie möglich zu laufen um Zeit zu gewinnen da ich mir noch den ABC (Annapurna Basecamp Trekk) in den Kopf gesetzt habe. Wenn ich den Anderen am Abend sage wo ich heute her gekommen bin glauben sie mir meistens nicht oder denken ich habe den Jeep genommen. Die Guides der anderen Touristen freuen sich oft wenn ich erzähle wo ich war und wie weit ich morgen kommen will. Ich denke viele sind durch die meist langsamen Clienten gelangweilt. Viele Trekker bestellen das Abendessen wenn sie ankommen und machen eine Zeit aus wenn sie Essen wollen. Die Guides essen meistens etwas später alle zusammen Dal Bath da bin ich dann auch meistens dabei. Somit esse ich nicht alleine mit den Fingern.
Ziemlich schnell bewältige ich den ABC Trekk und bezwing ettliche Treppenstufen die eigentlich überall sind. Die Landschaft ist eher wie im Dschungel, sehr grün und das Wetter hat auch umgeschlagen. Meistens ist es bewölkt oder neblig. Als ich am Tag wo ich es zum ABC schaffen will, komme ich auf große Schneefelder und abschmelzemde Schneeberge die im Tal durch Lawinen aufgehäuft worden sind. Man sieht kaum dass es Schnee ist, da sie mit Geröll und Dreck überzogen sind. Durch die Lawinen muss man den Fluss mit provisorischen Brücken überqueren und auf der anderen Seite laufen. Kurz vor 13.00 Uhr komme ich auf über 4000 Metern an und mache schnell ein paar Bilder. Die Kulisse ist mal wieder beeindruckend. Was mich wundert ist, dass es hier auf 4000 Metern mehr Schnee hatte als auf dem Throng la pass der 1500m höher liegt. Man ist hier am ABC sehr nah an den riesigen Bergen und Gletschern. Nachdem ich meine Bilder gemacht habe gehe ich noch 5 min weiter zu dem Schild das dir gratuliert. Innerhalb von ein paar Sekunden kommen Wolken vom Tal hoch und die Sicht beträgt nur wenige Meter. Nach einer Suppe auf der Hütte drehe ich wieder um und mache mich an den Abstieg. Sehr viele Touristen gehen diesen Trekk und da der Rückweg derselbe ist, ist hier ordentlich was los. Die meisten haben Guides und manche Gruppen sogar mehrere Träger pro Person. Die nutzloses Zeug wie Glätteisen, Essensvorräte, Föhn oder sogar Bügeleisen hier hochschleppen lassen.
Nach nem langen Abstieg komme ich bei nasskaltem Wetter an einer heißen Quelle vorbei wo ich übernachten werde. Es tut gut mal wieder warmes Wasser zu haben. Da weiter oben das Wasser mit Gas erhitzt wird muss man dafür bezahlen aber auf diesen Luxus habe ich gerne verzichtet.
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In Pokahara gebe ich erstmal meine Klamotten in die Wäscherei und genieße die vielen Restaurants und auch seit langem wieder mal ein paar Bier mit Leuten die ich auf dem Trekk getroffen habe. Ich gehe mit Australierinnen zum Yoga und lasse mir ein Tattoo stechen. Nepal geht somit auch ganz real unter die Haut. Abends spielen in den Bars talentierte Solokünstler oder Bands. Es ist eine sehr entspannte Stadt und ich bleibe so lange wie möglich bis ich den Bus nach Kathmandu nehme und den Flieger nach Bangkok nehme.

Nepal war ein Highlight und immer wenn ich daran zurückdenke lacht mein Herz. Wenn ich hier in Südostasien Menschen treffe die auch in Nepal waren sind sich alle einig, dass es ein sehr besonderer Ort ist, an dem jeder mit Sicherheit einestages zurückkehren wird oder schon mehrmals dort war. Komischerweise habe ich mich in Nepal mit 90 % der Reisendenden auf Anhieb bestens verstanden. Hier in Südostasien ist das ein bisschen anderst ich treffe extrem viele Menschen, aber nur wenige die ich länger als ein paar Tage aushalte.

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Ein Gedanke zu “Nepal the never ending place of peace and love

  1. Heftiger Blog, wenn man selber schon dort war meint man es war erst gestern u. kann sich in das Berichtete direkt hineinversetzten. Ja alle die ich kenne bereuen es nicht, dass sie dieses Ziel ausgewählt haben. Es ist ein besonderes Volk u. ein besonderes Land.
    Gruß Nr 14

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