Drakensberge und Johannesburg 01.03-11.03.2016

Voller Energie komme ich in den Bergen an und bin beeindruckt. Nicht ganz so hoch wie gewohnt und kein Schnee obendrauf aber doch irgendwie ganz nett. Hier verbringe ich 8 Tage und genieße diese in jeder Sekunde. Ich treffe tolle Menschen und mache jeden Tag ne Wanderung. Es gibt eine große tolle Küche und ich koche jeden Tag.

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Der nahegelegene Nationalpark ist der Hammer. Am ersten Tag mache ich ne Wanderung an nem Flüsschen entlang der zu dem zweit höchstem Wasserfall der Welt führt. Die ausgewaschenen Felsen und die Canyons sind voll cool. Oft sieht es aus, als wäre man im Tessin. Das Gute an den Flüssen ist, dass es kein Gletscherwasser ist und somit deutlich wärmer. Da es recht heiß ist,  kühle ich mich ab und zu ab. Der Weg ist zu Ende und der Wasserfall ist noch ziemlich weit weg. Ich versuche noch näher ran zu kommen und klettere die Felsen hoch. Da ich mein Shuttel erreichen muss was mich wieder zum Hostel bringt, muss ich aber schon bald wieder umdrehen.

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Am Abend treffe ich eine Gruppe Mädels, die ein Mietwagen haben und eine Wanderung zum oberen Part des Wasserfalls machen wollen. Ich bin natürlich sofort dabei da ich mir so die Kosten für die geführte Tour spare. Von 2500m gehts auf 3000m und damit auf die flache Ebene des Amphitheaters. Vor uns geht es eine glatte Felswand einen Kilometer nach unten – die Höhe ist beeindruckend. Zum Schluss geraten wir in ein kleines Gewitter und klettern die berühmten Stahlleitern herunter, die mir gar nicht so spektakulär erscheinen. Am Abend kochen wir noch zusammen und planen den nächsten Tag an dem wir gemütlich im Fluss baden gehen.

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Im dem tollen Hostel ist viel los und am Abend lerne ich einen Amerikaner kennen, der die Amphitheaterwanderung auch machen will. Ich spiele den Guide für ihn und wir starten nach dem Mittagessen. Als wir loslaufen drehen die Meisten um, da wie fast jeden Tag gegen nachmittags heftige Gewitter über den Bergen hängen. Unbesorgt gehen wir weiter und werden fett belohnt als die Wolken sich verziehen. Der Amy ist relativ fit und wir machen die 5 Stunden Tour in der halben Zeit.
Ein Guide vom Hostel der die Touren führt gibt uns einen Geheimtipp. Am Cathedralpeak gibts eine Wanderung die durch einen engen Canyon führt und bei dem man ziemlich nass wird. Nach einer ausführlichen Erklärung gehts mit dem Amerikaner und einem Mädchen aus Kanada los. Die Tour ist der Hammer, erst muss man den Fluss mehrmals überqueren und man bekommt nasse Füße. Danach wird die Schlucht immer enger und wir laufen auf den glitschigen Steinen. Immer wieder müssen wir kleine Wasserfälle hochklettern und unsere Rucksäcke zurück lassen. Manchmal ist das Wasser 2 Meter tief und wir Schwimmen zu den Leitern die teilweise im Wasserfall herab hängen. Der Kanadierin wurde die Sache zu viel und wartet auf uns. Über uns tropft es ständig herab, als würde es regnen. Als wir das alltägliche Gewitter über uns hören hat auch der Amy die Hosen voll und will so schnell wie möglich zurück, da er glaubt das Wasser wird sehr hoch in der engen Schlucht wenn es regnet. Also gehen wir wohl oder übel zurück und rutschen die kleinen Wasserfälle runter. Als wir auf den befestigten Weg kommen fragt uns ein altes Ehepaar wie weit es noch zum Hotel sei. Die Alten habe sich verlaufen und sind 3 Stunden lang in die Sackgasse gelaufen. Die Tour war echt der Hammer und ich empfehle sie allen im Hostel weiter, die dann auch begeistert zurück kommen.

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Am nächsten Morgen gehe ich wieder alleine los und mache ne lange harte Wanderung. Ich komme wieder an schönen Wasserfällen vorbei und gehe baden. Am Abend treffe ich schon Nore mit der ich von Nairobi nach Kapstadt gereißt bin. Wir stoßen erst mal an auf das Wiedersehen mit ner Flasche Amarula.

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Da mein Busticket nur zwei Wochen gilt, gehe ich auf eigene Faust Richtung Johannesburg. Da der Touribus an diesem Tag nicht fährt und eh relativ langweilig ist kommt Nore auch mit.
Früh morgens trampen wir nach Bergville. Es regnet und ist recht frisch. Der erste Pickup hält gleich für uns an und meint er könne leider nur einen mitnehmen da er nur 2 Sitze hat.Wir nehmen das Angebot an und ich setze mich auf die Ladefläche trotz des Regens. Der Fahrer lässt uns an einer Tankstelle raus und wir fragen nach dem Busbahnhof. Ein junger Afrikaner ist so nett und fährt uns kurz hin. Wir sitzen in einem Minibus und warten 2 Stunden bis der letzte Sitz belegt ist. Dann gehts los nach Johannesburg. Als wir eine recht große Stadt erreichen, die ziemlich dreckig und chaotisch wirkt werden wir an nem großem Busbahnhof rausgelassen. Da wir gedacht haben die Fahrt würde 4 bis 5 Stunden dauern realisierten wir erst beim Aussteigen dass das Johannesburg sein sollte. Wir sind weit und breit die Einzigsten Weißen und wir werden regelrecht umzingelt von Leuten die uns Taxis, Hotels, oder Busse andrehen. Wir nehmen ein Angebot an. Der Typ will ein kleines Trinkgeld und er organisiert uns einen Minibus zu unserem Viertel wo unser Hostel ist. Ziemlich schnell läuft er durch den Verkehr und wir haben mühe ihm mit den großen  Rucksäcken durch das Getümmel zu folgen. Auf den Straßen geht es krass zu. Leute fahren ganze Rinderhälften in Einkaufswagen oder Kalbsköpfe durch die Gegend. Da man soviel von der hohen Kriminalität gehört hat, empfinden wir die Situation ziemlich gestresst da wir Angst haben ausgeraubt zu werden. Nach etlichen Straßenüberquerungen und dem hin und her hat unser „Guide“ dann endlich den richtigen Minibus gefunden und wir kommen gut im Hostel an. Johannesburg ist definitiv besonders, ich kann aber nicht behaupten dass ich es wirklich mag, abgesehen vom Aphartheidmuseum haben wir nicht viel besichtigt. Die Zeit verbringen wir mit dem Wifi das funktioniert und mit den netten Bars in der Gegend. Am Flughafen gibts noch ein Bier mit Nore und dann gehts wieder alleine weiter. Ich freu mich sehr auf Nepal, bin zugleich aber voll traurig da ich Afrika hinter mir lasse und schon 2 Monate vergangen sind.

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