Namibia 5.2-15.2.16 Teil 2

Swakopmund

In Swakopmund sind Aktivitäten angesagt. Von Hochseefischen über Sandboarding oder Quad fahren ist alles möglich. Wir haben 2 Tage Zeit und können machen was wir wollen. Als wir ankommen gehts erstmal ins Büro um uns für einen Tandemsprung anzumelden. Keine 2h später gehts dann mit dem Minibus zum Flugi. Mit nem kleinem Flieger gehts dann ca. 15 min nach oben, um 10 min später wieder unversehrt unten an der Bar zu stehen. Danach trinken wir noch ein zwei Bier mit den Fallschirmspringern. Anschließend gehts Essen und danach in die Disco. Unsere Fallschirmspringer sind inklusive Pilot auch da und geben sich mächtig die Kante. Einer der Springer sagt nach dem ersten Sprung ist der Kater so gut wie weg… .  Da ich mich für den teuersten Spaß entschieden habe lege ich einen gemütlichen Tag im Hostel ein und schreibe ein bisschen an meinem Blog.

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Sanddünen

Endlich sehen wir mal ne Wüste mit richtig großen Sanddünen. Wir laufen ins Deathvlei und bestaunen die unreale Landschaft. Die Dünen sind beeindruckend hoch und von der Seite nur extrem schwer zu erklimmen. Wenn man 10 Schritte macht kommt mann vll gute 4 nach vorne. Wir halten auch noch an der berühmten Dune45, die bei weitem nicht die Größte ist. Trotzdem klettern wir hoch, aber auf dem Grat dort ist der Sand relativ stabil und es ist nicht ganz so mühsam. Oben gibts ne tolle Aussicht auf noch mehr Sand und Wüste.

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Fishrivercanyon

Der Fishrivercanyon ist gute 100km lang und ziemlich tief. Er ist der 2. größte Canyon nach dem Grand Canyon. Wir fahren bis an den Abgrund und werden rausgelassen, alle machen  Fotos und genießen den Tiefblick. Es ist ziemlich beeindruckend und voll coll dass wir die einzigen Touris sind. Im Winter wenn es nicht so heiß ist, kann man den Canyon mit einer Genehmigung durchwandern. Leider haben wir nicht mal Zeit um runter zu laufen. Zum Sonnenuntergang picknicken wir dann auf einer Aussichtsplattform – Käse & Wein, was auch ganz cool ist.

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Fazit

Namibia ist neben Malawi und Tanzania eines meiner Favoriten von Afrika. Es ist extrem trocken und karg trotzdem ist es irgendwie wunderschön und voll abwechlungsreich. Tiere gibt es hier auch recht viele, trotz der Dürre. Meine Lieblinge sind die Skorpione die oft unter unseren Zelten übernachten um unsere Körperwärme zu genießen.
Die Tage sind abartig heiß und die Nächte ziemlich kalt. Die Sonnenuntergäne/-aufgänge und der Sternenhimmel stellen alles in den Schatten.

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Namibia hat große Uranvorkommen und baut dieses auch ab. Nebenbei hat es auch noch andere Mineralien und Edelsteine, welches auch abgebaut wird oder abgebaut wurde. Mittlerweile sind einige Minen geschlossen, was viele Arbeiter in das Elend treibt. Als wir für eine Toilettenpause an einer einsamen Tankstelle und einem kleinem Supermarkt kurz anhalten, wollen mir zwei Männer ein paar Edelsteine andrehen. Sie verhalten sich sehr freundlich und reden auch ein bisschen Deutsch ( was die meisen Namibianer können ). Beide sehen aus als ob sie magersüchtig seien. Als die Pause fast vorbei ist und sie realisieren, dass sie heute nichts verkaufen, läuft mir der Eine verzweifelt hinter her und bricht in Tränen aus. Er versucht zu betteln und erzählt mir, dass die Mine geschlossen wurde und er jetzt kein Geld hat um seine Frau und 3 Kinder zu ernähren. Da die Meisten schon wieder im Truck sitzen und dieses Drama gar nicht mitbekommen, entschuldige ich mich bei ihm und flüchte in den Truck. Es tut mir unendlich Leid, dass ich ihm nichts gegeben habe. Am leibsten wäre ich zurück gegangen und hätte ihm einen großen Sack Reis gekauft. Wir haben schon viele arme Menschen gesehen und man wird abgehärtet, jedoch habe ich noch nie jemanden so verzweifelt gesehen. Und das ging mir ziemlich Nahe.
Wir fuhren nur ein paar Kilometer weiter um Mittag zu machen, weg von den Armen sodass uns keine hungrigen Kinder oder Männer beim Essen belästigen. Unter einem Baum, der Schatten spendet essen wir Nudelsalat mit Oliven, Tomaten und Basilikumpesto. Die Stimmung ist ausgesprochen fröhlich und mir kommt fast das Kotzen. Ich schäme mich in den Boden für unser bzw. mein asoziales Verhalten.
Was ich gut finde ist, dass wir unsere Essensüberschüsse nie wegschmeißen, sondern es immer den Arbeitern von den Camingplätzen geben, die sich sehr darüber freuen.

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